Divanshu Jangir erfüllt beide Kriterien beeindruckend. Der 1991 in Sujangarh im Norden Indiens geborene junge Mann absolviert sein drittes Semester des Masterstudiums mit einem Notendurchschnitt von 1,5. Jangir kam ohne Sprachkenntnisse 2016 nach Deutschland und machte in Furtwangen sein Bachelorstudium mit der Note 1,8. Danach kam er an die Hochschule Worms. Zuvor war er als Stipendiat in Litauen, legte dort einen Notendurchschnitt von 1,3 hin und entschloss sich wegen der guten Studienbedingungen nach Deutschland zu kommen. „Die andere Option war Finnland, aber da war es mir zu kalt“, sagt Jangir lachend. Während das Masterstudium in Worms in Englisch stattfindet, spricht er im Alltag nur Deutsch und das sehr gut.
Umarme die Welt
Neben den außerordentlich guten Studienleistungen engagiert sich Jangir in seiner Freizeit ehrenamtlich. „Vielleicht liegt das an meinem Großvater, dessen Lebensmotto mich stark geprägt und beeindruckt hat. Er ist ein Mann mit einem großen Herzen“, sagt er. Sinngemäß lautet das Lebensmotto: Du musst mehr an die Welt zurückgeben, als sie dir gibt – umarme die Welt. Genau dieses Prinzip lebt Jangir.
Seit sieben Jahren engagiert er sich bei „Destination hope“ einer Non-Profit-Organisation in seinem Heimatdorf. Er sammelt Gelder für eine Blutspendenaktion für ein Hospital in Jaipur, eine Aktion in der alle Kasten vertreten sind. Außerdem unterstützt er ein Mädchenprojekt, bei dem die Mädchen nähen lernen, um später selbstständiger zu sein. Bei seinem Aufenthalt in Litauen wirkte er bei einem Projekt für Waisenkinder mit und 2015 arbeitete er bei einem Projekt der Firma Bosch für Kinder einer Krebsklinik in Karlsruhe mit. In Worms organisierte Jangir im Rahmen eines Flohmarkts der Hochschulinitiative Green up your College eine Spendenaktion für ein an Leukämie erkranktes Mädchen in Azerbaijan.
Egal wo dieser Mann auftaucht, er findet immer Möglichkeiten, aktiv zu helfen. Auf die Frage, wie er das schafft, sagt er, dass es sicher an seiner Prägung liege, denn er sei in einer Umgebung aufgewachsen, wo man immer das Beste geben muss. Anstrengung sei für ihn selbstverständlich. „Wenn andere sich ein gemütliches Wochenende machen, engagiere ich mich eben“, sagt er lachend.
Zurzeit absolviert er sein Praktikum bei der SAP und ist auch dort schon wieder fündig geworden, denn die SAP hat eigene Programme für soziales Engagement.
Das Preisgeld wird ihm helfen sein Studiendarlehen abzuzahlen, mit dem er sich den Traum im Ausland zu studieren finanziert hat. Es scheint, dass Divanshu Jangir das, was er sich vornimmt, auch schafft!
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