Dr. Ulrich Placzek: Warum ich dieses Buch geschrieben habe.
Ziel meiner Ausführungen ist es, Fakten und Hintergründe um das Mammografie-Screening verständlich darzustellen.
Es gilt, ein von Halbwahrheiten und Falschaussagen geflutetes Tohuwabohu zu entflechten und den Weg aufzuzeigen, wie Früherkennung und Vorsorge in Zukunft gestaltet werden müssen.
Fakt ist: Frauen in Deutschland haben etwas Besseres verdient, als ein Mammografie-Screening-Programm, in dem der gesunde Menschenverstand und das medizinische Fachwissen auf der Strecke bleiben.
Das monetär geprägte Mammografie-Screening-Programm muss aus den folgenden Gründen abgelöst werden:
Jedes dritte Karzinom wird nicht gefunden
Die Behandlungen werden nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen zugeschnitten
Frauen werden nicht rechtskonform aufgeklärt
Fakten werden durch raffinierte PR-Maßnahmen falsch dargestellt
Es wundert nicht, dass ein großer Teil der Frauen mit den Füßen gegen dieses Mammografie-Screening stimmen: Die von den EU-Richtlinien geforderte Teilnehmerrate von 70 bis 75 Prozent wurde in Deutschland noch nie erreicht. Die Zahl fiel von 57% (2013) auf 49% (2017) – jährlich also um durchschnittlich 2 Prozent.
Sollte das Programm, wie in der vom Bundesgesundheitsministerium geplanten „Dekade gegen Krebs“ vorgesehen, noch zehn Jahre weiterlaufen, können wir 2027 mit einer Teilnehmerrate von 29 Prozent rechnen. Braucht die Screenig-Gemeinde für ihr Programm überhaupt noch die Frauen, oder ist sie sich selbst genug?
Es ist irrational und kontraproduktiv,
ein finanziell aufwändiges Programm in Deutschland einzuführen, das nicht alle Frauen, sondern nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren einbezieht; Brustkrebs ist bei Frauen vor dem 50. Lebensjahr Todesursache Nr. 1 und auch ältere Frauen sterben daran: Hannelore Elsner wurde 76 Jahre alt;
das Programm auf die Mammografie einzuengen; mittels moderner Ultraschalltechnik würden viele Tumore gefunden, die in der Mammografie nicht zu sehen sind; in Österreich werden deshalb mehr als 60 Prozent aller Frauen im Screening zusätzlich geschallt, in Deutschland sind es drei Prozent;
mit Frauen und betreuenden Ärzten nahezu ausschließlich über Textbausteine zu kommunizieren und Frauen wegen des fehlenden Arztkontakts nicht einmal klinisch zu untersuchen;
in dem starren Programm, das im vergangenen Jahrhundert konzipiert wurde, Innovationen und Zukunftstechnologien nicht angemessen zu berücksichtigen: das grenzt an Realitätsverweigerung.
Zeitgemäße Früherkennung und genombasierte Prävention zusammen, dass ist die Zukunft:
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Risiko-Faktoren für solide Tumore identifiziert.
Im Vordergrund stehen genetische Veränderungen, die für rund ein Drittel der Brustkrebserkrankungen verantwortlich sind.
Sie können mithilfe von Multigen-Tests geprüft werden, die mittlerweile in vielen EU-Staaten niedrigschwellig angeboten werden.
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