Am Freitag, den 21. März 2025 kam es im Bezirk Anggruk im Bergland von Westpapua (Indonesien) zu einem Mord und zur Verfolgung von Lehr- und Gesundheitsfachkräften. Sechs Lehrkräfte und eine medizinische Fachkraft wurden misshandelt. Eine Lehrkraft starb, die anderen wurden verletzt und werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Für den Angriff wird die West Papua National Liberation Army der Separatistenbewegung Free Papua Organisation verantwortlich gemacht. Dabei handelt es sich um den bewaffneten Arm der Separatistenorganisation in Westpapua, der bereits öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Lehrerhäuser zerstört und in Brand gesetzt haben soll.

In einer Pressekonferenz am 21. März 2025 in Jayapura bedauerte der Synodalausschuss der Ortskirche GKI-TP (Christliche Kirche im Land der Papua) den Vorfall und brachte sein tiefes Bedauern über den Angriff auf das Lehr- und Pflegepersonal im Distrikt Anggruk zum Ausdruck. Pastor Andrikus Mofu, Vorsitzender des Arbeitsausschusses der Synode der GKI-TP, informierte, dass dieser Vorfall viele Bewohner dazu veranlasst habe, aus Angst und einem tiefen Gefühl der Unsicherheit in die Wälder zu fliehen. Diese Situation verschlechtert das Wohlergehen der Menschen, insbesondere der Frauen und Kinder, und stört die wirtschaftlichen Aktivitäten sowie das öffentliche Leben in der Region.

Der Kirchenkreis Anggruk gehört zum Dienstbereich der GKI-TP, die Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) ist. Im Kirchenkreis GKI Yalimo Anggruk betreut die Kirche 65 Gemeinden in acht Regionen. Eine der betroffenen Bildungseinrichtungen ist die evangelische Grundschule Yayasan Pendidikan Kristen in Anggruk.

In der Pressekonferenz drückte der Synodalausschuss der GKI-TP auch seine Hoffnung aus, dass sich ähnliche Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen. Der Ausschuss rief alle Parteien zur Zusammenarbeit auf, um Sicherheit und Frieden im Land der Papua zu gewährleisten. Darüber hinaus versicherte die Kirche, dass sie weiterhin ihren humanitären Auftrag und ihren Dienst in der Gemeinschaft gemäß dem Missionsbefehl Jesu Christi im Matthäusevangelium 28,19-20 erfüllen werde.

Irma Simanjuntak, Advocacy-Beauftragte der VEM für die Region Asien, betonte: „Dieser Gewaltakt muss umgehend und gründlich untersucht werden, damit den betroffenen Familien und Opfern Gerechtigkeit widerfährt. Der Staat ist gefordert, einen angemessenen Schutz für das Lehr- und Gesundheitspersonal zu gewährleisten, insbesondere in Konfliktgebieten. Der Kreislauf der bewaffneten Gewalt muss durch Vertrauensbildung zwischen allen Beteiligten durchbrochen werden.“

Über Vereinte Evangelische Mission (VEM)

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Büros in Wuppertal, Indonesien und Tansania ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern, darunter 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs deutsche EKD-Kirchen und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt konsequent ein ganzheitliches Missionsverständnis. Dazu gehört, die Lebensumstände notleidender und benachteiligter Menschen unter Achtung ihrer persönlichen Würde und Berücksichtigung ihres kulturellen Kontexts zu verbessern.

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