Baumittelstand seit jeher Motor und Innovator
Der Baumittelstand ist sich seiner tragenden Rolle in der deutschen Bauwirtschaft durchaus bewusst. „Die mittelständische Bauwirtschaft ist seit jeher Motor und Innovator“, betont BVMB-Präsident Martin Steinbrecher. Er fordert deshalb, die Innovationskraft dieser Unternehmen zu fördern und zur Entfaltung zu bringen. „Viele unserer Mitgliedsunternehmen sind bereits mit Ideen und Produkten Vorreiter in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele“, so der Verbandsvertreter. Die Politik und die zuständigen Ministerien müssten jetzt allerdings endlich die erforderlichen Leitplanken setzen und die entsprechende Förderkulisse aufbauen. „Wir erwarten eine klare und zügige Umsetzung der politischen Ziele im Gemeinwohlinteresse“, fordert Steinbrecher „endlich Taten statt nur Worte“.
Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen kritisiert in diesem Zusammenhang insbesondere „zaghafte Förderprogramme“. Die Politik höre ferner zu wenig auf Fachleute. „Die Umsetzung der Vorschläge verschiedener Expertenkommissionen lässt weiter auf sich warten“, kommentiert Steinbrecher mit Unverständnis. Auch die klare Linie fehlt dem BVMB-Präsidenten in der Arbeit der Bundesregierung. Bei den Investitionen im Bahnbereich habe sich eine erfreuliche Konkretisierung ergeben. Investitionen in die Straße würden allerdings bereits wieder überschattet durch „ideologische Prägungen“.
Durch das Heizungsthema und den Mietendeckel seien Bauherren und Investoren unnötig verunsichert worden. Das habe Folgen: „In diesem Bereich erwarten wir nicht mehr nur eine Konjunkturdelle, sondern einen richtigen Einbruch“, warnt Steinbrecher. Dieser treffe nicht nur die mittelständischen Bauunternehmen im Wohnungsbaubereich massiv. Auch die politischen Ziele der Ampel-Koalition, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, seien dadurch in weite Ferne gerückt.
Bauunternehmen treffen sich in Bonn
Vertreterinnen und Vertreter von rund 600 mittelständischen Baufirmen aus allen Bausegmenten und Auftraggebern werden sich am kommenden Montag in Bonn treffen, austauschen und auch über Strategien beraten. Unter anderem wird Frau Prof. Messari-Becker mit einem Vortrag zu den Chancen und Herausforderungen des Bauens im Klimawandel die Diskussion anregen.
„Dem Baumittelstand liegt eine generationenübergreifende Perspektive in den Genen. Diese bringen wir gerne in unsere Auftragsbeziehungen ein“, beschreibt Martin Steinbrecher die Besonderheit der mittelständischen Betriebe. Diese seien „hervorragend aufgestellt“ und verfügten über eine hohe Investitionskraft. Das allein reiche allerdings nicht aus. „Wir erwarten, dass die Politik nicht nur mit Verboten reguliert, sondern unternehmerische Entwicklungskraft fördert – und zwar mit geeigneten Mitteln“, so der BVMB-Präsident.
Die BVMB ist ein bundesweit tätiger, tarifpolitisch ungebundener Wirtschaftsverband, der die Wirtschafts-, Markt- und Wettbewerbsinteressen seiner mittelständischen Mitgliedsunternehmen auf politischer Ebene sowie gegenüber Auftraggebern aus allen Baubereichen vertritt. Bereits seit 1964 setzt sich die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) für die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft ein. Unsere Mitgliedsunternehmen erwirtschaften mit ihren insgesamt mehr als 250.000 Mitarbeitern ein Umsatzvolumen von rund 30 Mrd. Euro pro Jahr. Aufgrund der Strukturen unserer Mitgliedsunternehmen – von kleineren und größeren – bis hin zu sehr großen Straßen-, Brücken-, Hoch-, Erd-, Gleisbau- oder Bahnsicherungsunternehmen sowie deren Lieferanten, deckt die BVMB einen Großteil des Spektrums der deutschen Bauwirtschaft ab.
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